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5 Lieblings-Schachbücher

Den heutigen Welttag des Buches habe ich zum Anlass genommen, mir Gedanken über meine Lieblings-Schachbücher zu machen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich ganz schön hohe Ansprüche habe :-).

Ein gutes Schachbuch muss in meinen Augen mehrere Kriterien erfüllen:

  • das Thema sollte relevant, interessant und lehrreich sein
  • das Buch sollte gut strukturiert sein, die Inhalte aufeinander aufbauen
  • umfangreiche Erklärungen sind wichtig, um den Inhalt zu verstehen und zu verinnerlichen
  • dabei darf der Unterhaltungswert aber auch nicht zu kurz kommen

Ganz schön anspruchsvolle Kriterien, die von meinen 5 Lieblings-Schachbücher aber alle erfüllt werden. Hier eine Kurzvorstellung:

#1 Chess Structures

Das Buch "Chess Structures" ist mein absolutes Lieblings-Schachbuch. Es hat mich vor allem mit einem guten Konzept und sorgfältig ausgewählten und kommentierten Partiebeispielen überzeugt.

Inhaltlich widmet sich das Buch unterschiedlichen Bauernstrukturen sowie den daraus resultierenden Ideen und Plänen für beide Seiten. Dabei werden typische Benoni-Strukturen genauso betrachtet wie der französische Aufbau und viele weitere. Dadurch lernt man nicht nur die "eigenen" Strukturen besser kennen, man bekommt auch einen Einblick in bisher unbekannte Stellungstypen und verbessert dadurch sein allgemeines Schachverständnis.

Ein sehr gelungenes Konzept und ein absolut empfehlenswertes Buch.


#2 Schach verstehen Zug um Zug

Einen positiven Effekt auf mein Schachverständnis hatte auch das Buch "Schach verstehen Zug um Zug" vom Weltklasse-Schachautor John Nunn. An seinen Büchern schätze ich vor allem seine ausführlichen und gut verständlichen Analysen und Erläuterungen.

In "Schach verstehen Zug um Zug" werden hauptsächlich Mittelspielthemen anhand ausgewählter Partiebeispiele erklärt. Wer dieses Buch gewissenhaft durcharbeitet, kann sehr viel über Bauernstrukturen, gute und schlechte Figuren sowie grundlegende Angriffsideen lernen. Von mir gibt's zwei Daumen hoch!


#3 Positionelles Schach

In dem Buch "Positionelles Schach" kommen zwei weitere Trainer-Legenden zu Wort. Mark Dworetski und Artur Jussupow widmen sich wichtigen Fragen des positionellen Spiels und beantworten diese anhand eigener und fremder Partien, die sie ausführlich kommentieren.

Thematisiert wird unter anderem, wie man sein Positionsgefühl entwickelt und trainiert und wie man bei der Planfindung vorgeht. Auch des prophylaktische Denken - ein Lieblingsthema der Beiden - wird ausführlich besprochen und analysiert.

Ich kann euch das Buch und die beiden Autoren nur wärmstens empfehlen.


#4 1001 Schachaufgaben

Bei guten Schachbüchern denkt man wahrscheinlich nicht zuerst an Taktiksammlungen. Aber auch in dieser Kategorie kann man einiges falsch, aber auch einiges richtig machen. Letzteres trifft meiner Meinung nach auf das Buch "1001 Schachaufgaben" von John Emms zu.

Mir gefällt vor allem die Mischung aus Mittelspiel- und Endspielaufgaben sowie der ansteigende Schwierigkeitsgrad der ausgewählten Stellungen. Zudem gibt es mehrere Tests, mit denen man seine Leistung überprüfen kann.  Die Lösungen sind teilweise mit Erklärungen, Diagrammen und ausführlichen Varianten versehen.

Mein Fazit: ein gutes und abwechslungsreiches Buch zur Verbesserung der Rechenkraft.


#5 Schach für Igel

Ich bin kein großer Freund von Eröffnungsbüchern. Zum einen, weil mir das Eröffnungstraining grundsätzlich nicht so viel Freude bereitet, zum anderen weil die Eröffnungsbücher häufig ihren Schwerpunkt auf die Varianten/Theorie und weniger auf die dazugehörigen Plänen gelegt haben.

Eines meiner ersten Schachbücher überhaupt ist mir aber positiv in Erinnerung geblieben: "Schach für Igel" widmet sich in kindgerechter und unterhaltsamer Weise dem Igelaufbau. Dabei geht es vor allem um die grundlegenden Ideen und Pläne und weniger um konkrete Varianten.


Was sind eure Lieblings-Schachbücher? Lasst gerne einen Kommentar da - ich freue mich über jede Empfehlung.

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