Schach- & Fußball-Turnier 2014


Eigentlich hatte ich nach der griechischen Meisterschaft und der EM erst Mal die Nase voll von Schach. Frisch in Deutschland gelandet ging es aber trotzdem gleich weiter zum Schach- & Fußball-Turnier nach Kleinsassen,  Stadtteil  in Hofbieber, Weltmetropole in Osthessen.

Besagtes Turnier wird (fast) jährlich vom SC Langenbieber ausgerichtet und besteht – wie der Name schon vermuten lässt – aus einer Kombination aus Schach und Fußball. Eine Mannschaft besteht aus 6 Spielern, wobei mindestens 3 davon sowohl beim Fußball als auch beim Schach eingesetzt werden  müssen. Während das zuerst stattfindende Schnellschachturnier über die anfängliche Tordifferenz beim Fußball entscheidet (ein Mannschaftssieg von 4,5-1,5 entspricht einem Torverhältnis von 3:0), kann beim anschließenden Fußballturnier dieses Ergebnis durch die erzielten Tore in alle Richtungen verändert werden. Wenn also eine Mannschaft eine andere Mannschaft im Schach besiegt, kann sie trotzdem noch die Gesamtwertung verlieren indem sie viele Tore beim Fußball kassiert.

Die vier anderen teilnehmenden Mannschaften waren jeweils (fast) reine Vereinsmannschaften: Bad Hersfeld, Neuberg, Langenbieber und Ehrenberg. Ich bin ausnahmsweise nicht für Neuberg gestartet, sondern war Mitglied einer gemischten Mannschaft bestehend aus Niko, 2x Alex, Felix und Jascha aus Osnabrück, Oldenburg und Gießen.

v.l.n.r.: Alexander Lähnwitz, Melanie Ohme, Nikolas Lubbe, Alexander Lubbe, unten: Jascha Bonacic
v.l.n.r.: Alexander Lähnwitz, Melanie Ohme, Nikolas Lubbe, Alexander Lubbe, unten: Jascha Bonacic

Als Frau hat man beim Schach meist einen besonderen Status. Bei einem Schach- & Fußball-Turnier nimmt dieser Sonderstatus noch mal ganz andere Dimensionen an. „Wie, du spielst Schach UND Fußball?“ gefolgt von einem Blick, der eine Mischung aus Mitleid und Bewunderung offenbart. Irgendwie war meine Mannschaft auch der Meinung, dass mir als Frau das Privileg zuteilwerden sollte, in unserem Mannschaftsnamen aufzutauchen. So entschieden wir uns nach stundenlangen Diskussionen am Vorabend für den Namen „Die Ohmglaublichen“, der dann unsere Mannschaftstrikots zieren sollte. Am nächsten Morgen dann die Überraschung: die Trikots waren stattdessen mit „Ohmebelievables“ beschriftet worden (die Schuldigen hatten vielleicht doch ein Bierchen zu viel getrunken :-)). Nicht so schlimm, zumindest unsere Spielernamen waren überwiegend richtig aufgemalt: (H)alk, T(h)orwart, Dr. Tackle, FailxXx, Bettman und CatwOHMEn.

Die Ohmebelievables
Die Ohmebelievables

Nach einer etwas beschwerlichen Anreise kamen wir fast pünktlich (ca. 30 min zu spät :-)) am Sportplatz an. Los ging es mit Schnellschach. 5 Mannschaften, jeder gegen jeden. In der ersten Runde gleich ein Erfolgserlebnis: nachdem mein Gegner meinen Namen erfahren hatte, gab er direkt auf. Allerdings mit der Bemerkung: „Sie sehen Melanie Ohme überhaupt nicht ähnlich. Naja, vielleicht liegt es am Wetter!“. Leider ging es nicht ganz so erfolgreich weiter, so dass am Ende nur ein dritter Platz im Schachturnier hinter Neuberg und Bad Hersfeld drin war.

Nach einer Mittagspause stand dann Fußball in sengender Mittagshitze auf dem Programm. Puh, ich habe glaube ich seit meinem letzten Schach- & Fußballturnier vor 5 Jahren keinen Fußball mehr berührt. Diese Tatsache konnte ich auf dem Feld leider auch nicht verbergen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Am Ende konnte Bad Hersfeld (wie schon so oft) die Gesamtwertung gewinnen. Sehr verdient, auch wenn ich es uns natürlich auch gegönnt hätte :-). Dafür müssen wir aber wohl noch etwas trainieren, denn insgesamt hat es dieses Jahr nur für Platz 4 gereicht

Die Sieger
Die Sieger

Unsere Errungenschaften waren stattdessen: 1 verletzter Fuß, 1x schlimmer Sonnenbrand, viele blaue Flecken und (zumindest in meinem Fall) Muskelkater an Stellen, die ich bisher noch gar nicht wahrgenommen habe. Ich hoffe mal, dass der Muskelkater bis Dienstag wieder weg ist, denn Dorian hat für den Vorbereitungslehrgang zur Olympiade bereits ein umfassendes Sportprogramm angekündigt.