Vier Stunden und fünfundfünzig Minuten...


… dauerte das Simultan in Bad Hersfeld am 26.10.2013! Und diese fünf Stunden waren wirklich hart umkämpft. Die Hersfelder haben es mir nicht leicht gemacht, wobei diese Aussage alles andere als negativ zu verstehen ist. Ein Simultan ist schließlich keine Kaffeefahrt und ich stehe Herausforderungen prinzipiell sehr positiv gegenüber. Deswegen habe ich mich auch sehr über die große Teilnehmerzahl von 29 Personen gefreut. Besonders toll fand ich den hohen Mädchen-Anteil bei der Veranstaltung. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren es neun Mädels. Und wenn man bedenkt, dass Frauen in Deutschland nur sieben Prozent der Schachgemeinschaft ausmachen, ist das schon eine beachtliche Zahl. Ich möchte nichts Falsches schreiben, aber ich hatte wahrscheinlich noch nie eine höhere Beteiligung von Schachspielerinnen bei einem Simultan. Hierfür ein riesiges Lob!

Da ich gerade beim Thema bin, etwas Werbung in eigener Sache: Vom 22.-24. November findet in Karlsruhe der Mädchen- und Frauenschachkongress der Deutschen Schachjugend statt. Die Teilnahmegebühr beträgt nur 35,- Euro. Die Übernachtung (Doppelzimmer) und Vollverpflegung wird übernommen. Ich selbst werde als Referentin dabei sein, freue mich aber auch schon sehr auf die anderen Bausteine. Das genaue Programm und weitere Details findet ihr in der angehängten Ausschreibung. Ich war letztes Jahr schon dabei. Mein Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall (und zwar nicht nur für Frauen und Mädchen)!

Ok, zurück zum Simultan: Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Markus Schmidt – den ersten Vorsitzenden des SK Bad Hersfeld – der mir ein paar Fragen zu meiner Ausbildung und meinen schachlichen Ambitionen stellte. Anschließend durfte ich am Demobrett eine kurze Partie von mir vorführen. Finde ich eigentlich eine gute Idee, ein kurzes Rahmenprogramm zu organisieren.

Bei dem Simultan an sich ergaben sich viele spannende Partien. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Marcel Schneider, gegen den ich chancenlos verloren habe. 

Das Endergebnis lautete schließlich 25:4, bei einer Niederlage und 6 Remis. Lisa hat netterweise eine Tabelle mit den einzelnen Ergebnissen erstellt, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen, dass es eine tolle Veranstaltung war und ich mich schon sehr auf mein nächstes Simultan freue. In nächster Zeit steht diesbezüglich aber erst mal nichts an. Langweilig ist mir trotzdem nicht: Im Moment steht Master-Bewerbung, Praktikum, Turnierschach und ein Sportprogramm mit dem aussagekräftigen Titel „Insanity“ auf dem Programm.

Herzliche Grüße aus Buchholz (bei Hamburg)

Eure Melanie