Das war nix!


Nach 8 Runden ist es nun offiziell: das Erfurter Schachfestival 2013 war bisher das schlechteste Turnier meines Lebens. Zumindest wenn man diesen Titel nach der Erwartungs-Leistungs-Differenz und dem dazugehörigen Eloverlust vergibt.

Nachdem ich mich in Runde 4 und 5 zumindest ein bisschen regenerieren konnte, traf ich in der 6. Runde auf das Thüringer Nachwuchstalent Huy Dat Nguyen. Nunja, danach war die Regenerationsphase auf jeden Fall vorbei :-). Hier das Partieende, welches meinem jungen Gegner nicht nur von mir viel Respekt eingebracht hat:

Ohme - Nguyen

Stellung nach 49. De1

 

49....Lxc3 50. bxc3 Dh7

 

 

51. Tf3 Dh2+ 52. Kf1 Txf4

 

 

53. Txf4 Dxf4 54. Kg1 Dh2+ 55.Kf1 Sg3+

 

 

56. Kf2 Sde4+ 57. Kf3 Sg5+

 

 

58. Kf2 S3e4 59. Kf1 Df4 + 60. Kg1 Sf3+

 

 

61. Lxf3 Dh2+ 62. Kf1 Sg3+

 

... 0-1

 

Die letzten beiden Runden konnte ich dann noch mehr oder weniger souverän gewinnen. Trotzdem kann man bei -35 Elo nicht von einem versöhnlichen Abschluss sprechen. Eigentlich bin ich gar kein so großer Elo-Fanatiker, aber in Anbetracht der bevorstehenden Nominierung zur Olympiade bereitet mir meine neue Wertungszahl doch große Bauchschmerzen.

Das Turnier wurde von Michael Richter verdient gewonnen. Mit 6,5 Punkten hatte er einen halben Punkt Vorsprung vor den Verfolgern, die in folgender Reihenfolge die Plätze 2-6 belegten: Dennes Abel, Nikolas Lubbe, Pawel Jaracz, Jakob Meister und Sergey Kalinitschew.

Die drei Erstplatzierten
Die drei Erstplatzierten

Ich freue mich natürlich ganz gewaltig für Niko, der ein gutes Turnier gespielt und somit unsere Ehre gerettet hat :-).

Niko
Niko

Die Organisation des Turniers war echt gut. Es gab auch ein Rahmenprogramm mit Würfelblitz, Doppelkopf und Skat… und wundervolle Pokale!

Ich hoffe, dass ich 2014 dann wieder zu alter Stärke zurückfinde. Und vielleicht gibt es ja in einigen Turnieren Ratingpreise für <2350 :-). In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Start ins Jahr 2014!

Inzwischen kann ich auch schon wieder lachen!